Was ist denn Bildung für nachhaltige Entwicklung?

Die Agenda 2030 wurde 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedet und umfasst 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Sie berücksichtigt alle relevanten Dimensionen – Ökonomie, Ökologie und Soziales – sowie alle Ebenen: national, regional und lokal. Das RVR-Besucherzentrum Haus Ripshorst versteht sich als Akteur auf lokaler und regionaler Ebene.

 

Welche Ziele haben wir uns davon ausgesucht?

Eine Frau zeigt auf einen Baum. Zwei Personen schauen zu.
Führung am Haus Ripshorst © Andreas Fotografie

Ziel 3 „Gesundheit und Wohlergehen“

Für ein langes und gesundes Leben brauchen wir ein funktionierendes Gesundheitssystem. Alle Menschen sollten einen Zugang zu einer gesundheitlichen Versorgung haben. 

Jeder Mensch kann aber auch etwas für sich selbst tun. Ein Spaziergang am Tag oder eine kleine Radtour am Wochenende sind ideal für die tägliche Bewegung. Auch innere Ruhe kann den Stressabbau fördern, was langfristig gut und gesund für uns ist. Die Wiesen rund um das Haus Ripshorst und der Gehölzgarten eignen sich gut, um aus dem stressigen Alltag einer Stadt zu entfliehen und eine Pause einzulegen. Gerne können Sie bei uns ein Fahrrad ausleihen, im Gehölzgarten spazieren oder bei einem unserer Entspannungsworkshops wie Waldbaden teilnehmen.

 

Vier junge Frauen schauen sich draußen etwas durch eine Lupe in einem Glas an

Ziel 4 „Hochwertige Bildung“

Bildung ist ein elementares Menschenrecht und ein Schlüssel für eine zukunftsfähige Entwicklung, sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft. Ohne Bildung haben es Menschen schwer, ihre politische, soziale und wirtschaftliche Situation zu verbessern.

Mit dem Umweltbildungsprogramm trägt das Besucherzentrum Haus Ripshorst dazu bei, Schulen und Kitas die Vielfalt der Natur näher zu bringen. Das Angebot ist niederschwellig, sodass jedes Kind die Chance hat teilzunehmen. Schauen Sie gerne hier vorbei oder bei Lelina und suchen Sie sich für Ihre Gruppe oder Klasse ein spannendes Thema aus. Auch Erwachsene können an verschiedenen Workshops teilnehmen und neues lernen.

Ziel 12 „Nachhaltige/r Konsum- und Produktion“

Der Wandel hin zu einer Wirtschafts- und Lebensweise, die die natürlichen Grenzen unseres Planeten respektiert, kann nur gelingen, wenn wir unsere Konsumgewohnheiten und Produktionstechniken umstellen. Bei uns am Haus Ripshorst haben wir einige Honigbienenvölker. Unser Honig stammt ausschließlich von diesen Bienen. Hier können wir lernen, dass Honig ein wertvolles Gut ist, was nicht unbegrenzt zur Verfügung steht. Außerdem arbeiten wir mit einigen Unternehmen aus dem Ruhrgebiet zusammen. Z.B. verkaufen wir Eis von der Marke „Eis Berger“ aus Bergkamen, oder Produkte vom Lepkeshof aus Oberhausen, der ca. 3 km vom Besucherzentrum entfernt liegt. Ein letztes Beispiel ist unser Streuobstwiesensaft, der von den Früchten der RVR-eigenen Streuobstwiesen gekeltert wird. Die Kelterei „Van Nahmen“ liegt in Hamminkeln.

Eine Person in Schutzkleidung hält ein Rähmchen mit Bienen in der Hand fest, eine andere Person schaut es sich an

Ziel 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“

Der Klimawandel ist spürbar – die Sommer werden immer heißer, gleichzeitig steigen die Unwetterwarnungen. Der Anstieg der Temperaturen sorgt dafür, dass immer mehr Tiere und Pflanzen aus dem afrikanischen und asiatischen Raum zu uns kommen. Dadurch werden die heimischen Arten verdrängt. In unseren Wechselausstellungen klären wir über die Folgen des Klimawandels auf unsere Flora und Fauna auf. Z.B. hatten wir 2025 eine Ausstellung über die Vielfalt der Insekten und warum sie für unser Ökosystem wichtig sind. 2026 haben wir über die heimischen Edelkrebse und ihre Gefahren wegen invasiver Arten aufgeklärt. Neben den Ausstellungen mähen wir den Großteil unserer Wiesen um das Besucherzentrum über den Sommer hinweg nicht, damit die Gräser, Blüten und Insekten ihren Lebensraum behalten. Auch die Brache Vondern und der Gleispark Frintrop werden nicht gemäht. Unsere Pflanzenfarben für unsere Workshops werden selbst hergestellt, damit weniger Schadstoffe in die Umwelt gelangen. Für einen Kaffee zum Mitnehmen wird ausschließlich Mehrweg angeboten, damit Müll gespart wird.

Oberhausen, 09.05.2026 Blüte Anfang Mai in der Nähe RVR-Besucherzentrum Gehölzgarten Haus Ripshorst Regionalverband Ruhr RVR | F o t o : V o l k e r W i c i o k

Ziel 15 „Leben an Land“

Wir haben uns stark von der Natur entfremdet. Nur wenige Menschen wissen noch um den wertvollen Schatz, der die biologische Vielfalt eigentlich ist. Die Artenvielfalt mit ihren Insekten, die Pflanzen bestäuben, Bäumen, die Sauerstoff spenden und fruchtbarer Erde, die Wasser speichert und unsere Ernte trägt, bildet unsere Lebensgrundlage. Bei den Führungen durch den Bauerngarten wird gezeigt, wie Tee aus frischen Kräutern schmeckt. Über dem Feuer wird gelernt, wie ohne Elektrizität eine Mahlzeit entsteht. Und bei einem Kräuterspaziergang werden viele Köstlichkeiten in der Natur entdeckt.

Der RVR setzt sich für den Schutz des Lebens an Land ein. Er erhält und schützt Freiräume (https://www.rvr.ruhr/themen/oekologie-umwelt/startseite-rvr-ruhr-gruen/natur-schuetzen/), wie zum Beispiel die weitläufigen, artenreichen Ripshorster Wiesen. 

drei Kontaktboxen

Haus Ripshorst

RVR-Besucherzentrum

hausripshorst[at]rvr.ruhr
+49 208 3770 94-0
Ripshorster Straße 306, 46117 Oberhausen