Es wird bunt: Färben mit Naturfarben

Naturfarben selber herstellen

Habt ihr euch schonmal überlegt, welche Inhaltsstoffe in den industriell hergestellten Farben drin ist? Einige Materialien stammen von Erdöl ab und gelten als Schadstoffe für die Umwelt und für den Menschen. Das ist sehr traurig, wenn ein solch schönes Hobby umweltschädliche Stoffe enthält.

 

Eine Alternative ist es, Farben mit Färberpflanzen, Obst oder Gemüse herzustellen, z.B. mit Rotkohl. Rotkohl ist ein kulinarischer und kreativer Allrounder. Mit den Außenblättern können wir hervorragend Farbe herstellen, während wir die inneren Blätter zum Essen nutzen können. Dadurch wird der gesamte Kohl verwertet. Die Außenblätter werden dann zerhäckselt, mit etwas Wasser verrührt und ausgepresst. Dadurch entsteht eine lila Farbe, mit der wir weiter experimentieren können. Tropft etwas Zitronensaft in die Rotkohlfarbe oder eine Fingerspitze Natron – es passieren spannende Verfärbungen! Mit dem ausgequetschten Rest des Rotkohls kann man kleine Kugeln formen, eine Nadel durchstechen, die Kugel trocknen lassen und als Perle für ein Armband nutzen. Das Experiment mit Gemüse zu färben, könnt ihr auch mit anderen Gemüsesorten ausprobieren. Es wird nicht mit allen Sorten funktionieren, aber vielleicht findet ihr noch eine andere Gemüsesorte, die sich gut für Farbe eignet. Auch trockene Blüten und Pflanzen könnt ihr kleinmörsern, mit ein bisschen Wasser vermischt auspressen und die Farbe mit Zitrone und Natron weiter vermischen.

 

Zur Inspiration zeigen wir grad Werke von Peter Reichenbach, der ausschließlich nur mit selbst hergestellten Pflanzenfarben malt. Schaut euch die farbenfrohen Werke gerne bis zum 16. Oktober an.

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